Seite erstellt am 18.08.1998
Seite aktualisiert am 17.01.2012

Schriftpsychologie > Nachrichten zum Fachbereich Schriftpsychologie

Nachrichten zu Aktivitäten des Fachbereiches Schriftpsychologie

in den Jahren 2006   2005  2004   2003   2001   1998

07.01.2012 - Vortragsblock für Psychologie- Studierende

Vier Einzelvorträge von Hartwig Wennemar am 7.1.2012 für den BDP- BV Studierende unter dem Gesamttitel "Vier Grundformen der Angst nach Fritz Riemann" fanden bei den Teilnehmer/innen sehr positive Resonanz. Veranstaltungsort war das Tagungsgebäude in Bonn (Gotenstr.) der Fernuniversität Hagen.

04.01.2012 - Neu erschienen: SGG-Bulletin 87

Im neu erschienenen SGG- Bulletin Nr.87 der Schweizerischen Graphologischen Gesellschaft (mit Download- Möglichkeit) finden sich wieder viele lesenswerte Fachinformationen. Auch hierzulande von besonderem Interesse
- der Bericht über die Arbeitstagung zur neuen (schweizerischen) Schulschrift und
- ein kritischer Beitrag zur Frage, ob das Note-Book die Handschrift verdrängt.

31.12.2011 - mit Sektion - Neues Faltblatt zu wissenschaftlichen Qualitätskriterien

Ein weiteres Faltblatt der Sektion "Qualitätskriterien für wissenschaftlich aussagekräftige empirische Untersuchungen" liegt jetzt in Entwurfsfassung vor - dort sind rund 1000 Seiten Prüfungsliteratur des Psychologie- Grundstudiums auf 5 Druckspalten eingedampft... Es soll vor allem einen knappen Orientierungsrahmen für Fachgespräche mit anderen - auch empirischen Forschungen weniger nahestehenden - Berufsgruppen geben. Greifbar als Download oder in Druckfassung (Bestellungen kostenfrei bei Sektionsvorstand).

27.11.2011 - mit Fk Angew. Kulturpsychologie - Frauenrolle über Kunstgestaltung erschlossen

In mehreren (teilweise nur in Spanisch erschienen) Arbeiten versucht an der Carlos III Universität Madrid die Kunsthistorikerin Luz Neira durch Analyse von Mosaiken in römischen Villen die Rollenwahrnehmung der Frau in der damaligen Kultur zu rekonstruieren. Allerdings findet sich in dem umfangreichen Literaturverzeichnis der - zunächst wohl eher methodisch interessanten - Arbeiten kein Verweis auf Ansätze aus der (Kultur-) Psychologie

24.11.2011 - Sektion mit Untergliederungen - Aktivitätsberichte

Zur Erinnerung - der Aktivitätsbericht der Sektion für 2010 ist - wie auch aus den Vorjahren 2006, 2007, 2008 und 2009 - mit Hinweisen zu Aktivitäten im Fachbereich Schriftpsychologie im pdf-Format zugänglich.

19.10.2011 - Neu erschienen: SGG-Bulletin 86

Im neu erschienenen SGG- Bulletin Nr.86 der Schweizerischen Graphologischen Gesellschaft (mit Download- Möglichkeit), wieder mit vielen lesenswerten Fachinformationen, u.a. zum Deutschen Graphologentag kürzlich am 7./8. 10.2011, bei dem auch unsere Kollegin Dipl.-Psych. Renate Joos in einem Beitrag auf die Interpretationen verschiedener Graphologen von Freuds Handschrift (nicht zuletzt in einem Gutachten von Ludwig Klages zu Freuds Schrift) einging. Lesenwert: Interwies über Hans Biäsch, einem der Pioniere der Angewandten Psychologie und aktiven Förderer der Graphologie. Nachschlagenswert: Das mittlerweile umfangreiche Forschungs- und Dokumentationsarchiv der SGG.

30.09.2011 - Wichtige Fachhinweise im neuen SGG Bulletin

Neu erschienen: SGG- Bulletin Nr.85 der Schweizerischen Graphologischen Gesellschaft vom September 2011 (mit Download- Möglichkeit), wieder mit vielen lesenswerten (auch kulturpsychologischen) Fachinformationen, u.a. den Hinweis auf den Deutschen Graphologentag am 7./8. Oktober 2011 in München.
Besonders erwähnt sei der Hinweis auf eine an der PHZ Luzern durchgeführte und kürzlich abgeschlossene Studie zu den - in den Schweizer Fachkreisen ebenso wie in unserem BDP-Fachbereich Schriftpsychologie kritisch verfolgten - Auswirkungen einer Basisschrift als Lernvorlage beim Schreiberwerb der Kinder.
Ausführlich besprochen sind ferner die jetzt handschriftlich zugänglichen ersten drei Hefte der Tagebücher von Erich Mühsam, die über die Jahre 1910-1924 verfasst wurden (mit freundlichem kollegialen Verweis auf die vorausgehende Mitteilung unserer BDP-Sektion, vgl. Mitt. 20.06. unten auf dieser Seite)

13.08.2011 - Welt- Linkshändertag

Unser Fach hat sich sowohl mit psychologischen Grundfragen der "Händigkeit" und allgemeiner der Lateralisierung von (sensorischen, motorischen, kognitiv- symbolischen) Funktionen wie auch mit den daraus sich ableitenden praktischen Problemen intensiv befaßt - seit 100 Jahren bis zur Gegenwart innerhalb unserer Sektion zum Beispel im Kontext der Schreibmotorik, aber auch unter Aspekten von Umwelt- gestaltung und Produktdesign für die Minderheitsgruppe der Linkshänder. Wir dürfen daher daran erinnern, daß der Jahrestag der Berliner Mauererrichtung, also der 13. August, auch als Welt- Linkshändertag eingerichtet wurde.

20.6.2011 - mit FK Angewandte Kulturpsych. - Erich Mühsam handschriftlich im Internet

Im Rahmen der jetzt erstmals komplett publizierten Tagebücher von Erich Mühsam - in Buchform und parallel im Internet - sind auch die riesigen Schriftproben zu seiner Handschrift zugänglich.

Darüber und über Erich Mühsam - er war Lyriker und Freigeist, ein Sonderling und Erotomane und "eine der verwegensten Gestalten der deutschen Literatur" - wird derzeit in vielen Medienbeiträgen berichtet. Er hinterließ "hinreißende Tagebücher", die auch in der Gutenbergsammlung zugänglich sind.

18.06.2011 - Aktive Beteiligung an Fachtagung Graphologie

Bei der Fachtagung Graphologie 22.-26. August 2011 in der Katholischen Akademie Schwerte unter dem diesjährigen Titel "Freiheit und Notwendigkeit - Individuelle Entwicklungen anhand von Bildern, Schriften und eindrücklichen Beziehungsmustern" ist der BDP- Fachbereich Schriftpsychologie wieder mit mehreren Beiträgen sehr aktiv vertreten mit Beiträgen von Renate Joos,Helmut Vollmer, Hartwig Wennemar

31.05.2010 - Graphologisches Bulletin

Soeben neu erschienen und wieder mit vielen lesenswerten (auch kulturpsychologischen) Fachinformationen ist das Graphologie- Bulletin Nr.83 der Schweizerischen Graphologischen Gesellschaft SGG (mit Download- Möglichkeit) erschienen. Aus dem Inhalt u.a. eine Erinnerung an den 100. Todestag von WILHELM DILTHEY (1833-1911) und Hinweise auf die Fachtagungen in Schwerte (s. Hinw. 18.6.2011) und auf den Deutschen Graphologentag München 7./8. Oktober 2011.

26.04.2010 - Graphologisches Bulletin

Soeben neu erschienen und wieder mit vielen lesenswerten (auch kulturpsychologischen) Fachinformationen ist das Graphologie- Bulletin Nr.82 der Schweizerischen Graphologischen Gesellschaft SGG (mit Download- Möglichkeit) erschienen. Aus dem Inhalt u.a.
- Interview mit Anwendern der Graphologie (Dr. Gilles Avolio und Dr. Suzanne Lüscher)
- einen graphologischen Beitrag zum Lied der Deutschen
- Nutzung eines neuen Internet- Suchtools, mit dem Häufigkeit der Begriffsverwendung von „Graphologie“ oder „Graphology“ seit dem Jahr 1800 ausgewertet wurde.
- eine Rezension zu einem neuen Buch über Personalauswahl und Graphologie (Dr. Michael Franz)
(sowie zwei der bekanntesten deutschen Politiker mit ihrer Unterschrift ...)

29.09.2010 - Sonderveröffentlichung der Schweizer Schriftpsychologie

Die Schweizer Graphologische Gesellschaft SGG feiert ihr 60jähriges Bestehen. Der Schweizerische Berufsverband für Angewandte Psychologie SBAP gibt deshalb eine Sondernummer "Punktum Schriftpsychologie", Oktober 2010, 44 S., heraus. Das sehr lesenswerte Heft enthält - zusätzlich zu einem Überblick über die Geschichte der Schweizerische Graphologische Gesellschaft und über aktuelle Praxisthemen, etwa zur Ausbildung und Beratung - ein breites Spektrum an Beiträgen zur Forschung, zu graphologischen Anwendungsgebieten - zum Beispiel über Handschriftanalyse in der Medizin - und nicht zuletzt auch ein Editorial "Schrift ist Kunst" sowie mehrere Artikel zu Kunst und Geschichte (Handschriftenabteilung der Zentralbibliothek in Zürich, Handschriften in Kunst und Werbung, Historische Handschriften).
Wie unsere SGG- Kollegin Dr. Marie Anne Nauer mitteilt, ist die Sondernummer Punktum Schriftpsychologie demnächst elektronisch abrufbar, ebenso das Programm der SGG- Fachtagung aus Anlass des 60jährigen Bestehens am 28.Oktober 2010

26.04.2010 - Aktuelle graphologische Beiträge

Am 13.4.2010 referierte in Altenkirchen Helmut Vollmer, Diplompsychologe und langjähriges BDP- Mitglied, der seine Graphologie- Fachausbildung zu wesentlichen Anteilen bei der langjährigen Vorsitzenden der (damaligen) BDP- Sektion Schriftpsychologie, Dr.Maria Paul-Mengelberg, erhielt, in einem Fachvortrag über "Handschrift und Persönlichkeit"..

In ihrer Pressemitteilung weist die Katholischen Akademie Schwerte darauf hin, daß vom 16. bis 20. August 2010 wieder die Fachtung 2010 „Handschrift und Persönlichkeit“ stattfindet, sie steht in diesem Jahr unter dem Rahmenthema "Nähe und Distanz" und wird wiederum mit mehreren Referatbeiträgen von Renate Joos und Hartwig Wennemar aus dem Fachbereich Schriftpsychologie unserer Sektion aktiv mitgestaltet.

Neu erschienen und wieder mit vielen lesenswerten Fachinformationen ist soeben das Graphologie- Bulletin Nr.78. der Schweizerischen Graphologischen Gesellschaft SGG (mit Download- Möglichkeit).erschienen.

14.02.2010 - Psychologische Studien zur Raumsymbolik

Fragen der Raumsymbolik - etwa zur Links-Rechts-Problematik - zählen zu den klassischen schriftpsychologischen Deutungskategorien. Mit der Links-Rechts-Bedeutungsasymmetrie befaßten sich auch ältere kunstpsychologische Arbeiten - etwa des Kunsthistorikers Heinrich Wölfflin (1928), der ursprünglich mit einer Arbeit aus der Architekturpsychologie promovierte oder von Mercedes Gaffron (1950) -, aber durchaus auch die Gestaltpsychologen Wilfgang Metzger (1975) oder Rudolf Arnheim (1978). Da Bedeutungsasymmetrien zwischen Rechts und Links auch in Studien mit arabischen Kindern belegbar scheinen, läßt sich das Phänomen schwerlich auf Gewohnheiten der Schreib- und Leserichtung reduzieren (darauf verwies Hans- Joachim Hufschmidt 1983). Diese in der heutigen Psychologie nur noch selten zitierten Arbeiten behalten indes ihren Stellenwert in der Kunstgeschichte, wie eine Göttinger Dissertation von HeaYean Rosenhauer-Song "Studien zur Komposition in ausgewählten Werken Rembrandts unter besonderer Berücksichtigung der Links-Rechts-Problematik" (1999) deutlich macht.

14. 10.2009 - Neues experimentelle Verfahren zur Schriftdiagnostik

Der Versuch, mit wissenschaftkuchen Verfahren wahre und unwahre Aussagen zu unterscheiden, gehört seit den allerersten Anfängen am Ausgang des 19. Jahrhunderts zu einer intensiv bearbeiteten Fragestellung auch der experimentellen Psychologie (mit der sich beispielsweise schon sehr früh und heute kaum mehr bekannt auch einer der renommiertesten Gestaltpsychologe, Max Wertheimer, beschäftigte). Bis heute ist die Validität dieser Verfahren zur "Lügendetektion" immer noch recht begrenzt.

Eine neue Studie von Gil Luria und Sara Rosenblum "Comparing the handwriting behaviours of true and false writing with computerized handwriting measures", die kürzlich in einem renommierten Fachjournal erschienen ist (dem Applied Cognitive Psychology, August 2009) setzt dazu ein neues technisches Erfassungsverfahren ein, das für Fragen der Schriftdiagnostik entwickelt wurde; auch eine Schweizer Studie von Boris Peterka an der Zürcher Hochschule für AngewandteWissenschaften verwendet dieses Graphiktablett mit elektronischer Datenerfassung, vgl. Graphologie- Bulletin SGG Nr.74).

15.09.2009 - Aktuelles

Fachtagung "Handschrift und Persönlichkeit" vom 3.- 7.8. 2009 an der Katholischen Akademien Schwerte ist "in einer Atmosphäre offenene und anspruchsvollen Austausch" (sgg- Bullet 74, s.u.) erfolgreich durchgeführt worden; der Fachbereich hatte über das Programm der Tagung ausführlich berichtet (s.u., 04.06.2009).

Neu erschienen: Bulletin Nr. 74 der Schweizerischen Graphologischen Gesellschaft SGG mit interessanten Beiträgen, z.B.
- neue Informationstechniken ermöglichen neue graphologische Fragestellungen. Beispiel: Zwischenbewegungen in der Luft beim Schreiben wurden erstmals systematischer mit dem Schreibbrett analysiert (Bachelor- Arbeit von Boris Peterka an der Züricher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW)
- Analyse der Handschrift von van Gogh (anläßlich der großen Baseler Van-Gogh- Ausstellung (bis 27.9.)
- Schöner Bericht von Robert Bollschweiler und Marie Anne Nauer über die bereits erwähnte Graphologie- Fachtagung in Schwerte 3.-7.8.09
- Immer seltener, aber es gibt sie noch: Diplompsycholog/innen, für die graphologische Analysen (und Zeichentestverfahren) einen Baustein in ihrem täglichen Beruf bilden - zumindest in der Schweiz (Interview mit einer Fachkollegin, Elisabeth Keiser). Download des Graphologie- Bulletin der SGG Nr.74.

Lehrangebot zur Medizinischen Graphologie an der Universität Leipzig. Darüber informierte im Ärzteblatt Sachsen 3 / 2002 Reinhard Ludewig, em. Univ. Prof. Das Angebot wurde dort von ihm mit der Schriftpsychologin Roswitha Klaiber, Heilbronn, aufgebaut und besteht bis heute fort. Roswitha Klaiber befaßt sich in vielen Publikationen und Vorträgen mit der Handschrift von historischen Persönlichkeiten, etwa am 18.9.09 in Stuttgart zu Macht und Identität in der Handschrift von Herzog Karl Eugen (1728 -1793). Diese kulturhistorisch und -psychologisch außerordentlich interessanten Fragen werden heute wohl nur noch außerhalb der Kochschul- Fachpsychologie behandelt.

04.06.2009 - Aktive Beteiligung an Fachtagung Graphologie

Bei der Fachtagung Graphologie vom 3. bis 7. August 2009 in der Katholischen Akademie Schwerte ist der BDP- Fachbereich Schriftpsychologie mit mehreren Beiträgen sehr aktiv vertreten:
Zum diesjährigen Gesamtthema "Alles Begabung? Über Erfolg und Scheitern im Leben“ behandelt der Vortrag von Renate Joos (Freiburg) "Starke Kinder - belastbare Erwachsene"; sie befaßt sich in zwei weiteren Beiträgen mit dem "Entwicklungsquadrat" und mit "Burn-out in der Handschrift". Diesem Problem widmet sich auch Hartwig Wennermar (Marienheide) in seinem Beitrag "Wenn die Kraft nachläßt ... Das Burnout-Sydrom". Viel allgemeiner sucht Dr.Rudolf Günther (Reutlingen) nach "Standorten für Graphologie in der heutigen psychologischen Forschungslandschaft". Programm, weitere Informationen zur Tagung unter www.akademie-schwerte.de oder Tel.: 02304 / 477-152

02.04.08 - Fachtung „Handschrift und Persönlichkeit - Glück und Sinnsuche"

Vom 28. Juli bis 01. August 2008 findet in der Katholischen Akademie Schwerte eine Fachtagung „Handschrift und Persönlichkeit“ zum Thema „Glück und Sinnsuche“ statt.
Was ist Glück und wie sieht das Glück für den Menschen aus, dessen Schrift vor uns liegt? Welchen Sinn mag sein Leben haben? Die Tagung wird sich dieser Suche nach Sinn und Glück in unterschiedlichster Weise nähern, und den Einsatz der Handschriftdiagnostik in Betrieben, in Schulen und in der Persönlichkeitserfassung aufzeigen.

Als Referentin wirkt auch die stellvertretende Leiterin des Fachbereichs Schriftpsychologie, Renate Joos, Dipl.-Psych., Geprüfte Graphologin DGV/EGS, aus Freiburg mit.

Informationen und Anmeldung: Katholische Akademie Schwerte, Bergehofweg 24, 58239 Schwerte; Tagungssekretariat: Manuela Siepmann, Tel. 02304/477-153, siepmann@akademie-schwerte.de

4.03.2008 - Stand und Neuentwicklungen der psychologischen Fachgrundlagen in der Graphologie

"Das Thema "Ausdruck" wird gelegentlich mit jener lässigen Abneigung behandelt, die die frühen behavioristischen Aussagen kennzeichnete. Diese Einstellung war einer weiteren Erforschung nicht gerade dienlich." (Arnheim, R.: Die Gestalttheorie des Ausdrucks. In Arnheim, R.: Zur Psychologie der Kunst. Köln: Kiepenheuer 1977 (54-81), S.58)

Diese Einschätzung trifft natürlich - und leider bis heute - auch auf die Graphologie zu, die ja als ein hoch systematisiertes Teilgebiet aus der Ausdruckspsychologie hervorgegengen ist. Zu diesen "lässigen" Behauptungen zählt etwa die Meinung, daß sich in strengeren methodischen kontrollierten Studien - soweit solche überhaupt durchgeführt worden seien - die Gültigkeit schriftdiagnostischer Annahmen nicht habe nachweisen lassen.

Forschungsgrundlagen der Graphologie. Um wissenschaftlich gebildeten Fachleuten (innerhalb und außerhalb der Fachdisziplin der Psychologie) eine leicht zugängliche Möglichkeit zu schaffen, sich zum Stand der theoretischen und empirischen Forschung in der Graphologie zu informieren, macht der Fachbereich Schriftpsychologie des BDP mit Einverständnis der Autoren aus der neu erschienenen Monographie

Teut Wallner, Renate Joos, Rosemarie Gosemärker:
"Grundlagen und Methoden der Schriftpsychologie"

die beiden Einführungskapitel (Kap.1: "Das wissenschaftliche Fundament"; Kap.2 "Die wissenschaftliche Kontrolle") sowie das Literaturverzeichnis als pdf- Downloads zugänglich

Eine ausführlichere Rezension von Fritz Gassner zu dem Buch findet sich hier.

Ergänzend sei aber auch auf ein älteres psychologisches Sammelreferat hingewiesen, das seinerseits ein breites Spektrum früherer empirischer Studien diskutiert, die mittlerweile kaum mehr zitiert werden: Fluckiger, F.A., Tripp, C.A., Weinberg, G.H.: A Review of experimental research in graphology, 1933-1960. Perc.Mot.Skills 12,1961, 67-90. Viele Hinweise zu der recht schwierigen Rezeption der - sehr oft über die aus dem nationalsozialistischen Deutschland emigrierten Kolleg/innen vermittelten - Graphologie in den USA finden sich in der Monographie von Werner Wolf: Diagrams of the Unconscious. Handwriting in Personality in measurement, experiment and analysis (NY: Grune 1948), v.a. im 1. Kapitel über Graphic Expression (Hinweis von Dr. Gerhard Stemberger, Wien, Hg. Zeitschrift Gestalt Theory)

Graphologisch wichtige Neuentwicklungen. Zugleich ist auf vielfältige Verfahrensentwicklungen hinzuweisen, die unmittelbar von Bedeutung für die Schriftdiagnostik werden können; sie stützen sich allesamt auf die Informationstechnik:

- Biometrische Forschungen des Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS, Erlangen, zur softwaregestützten Erkennung von Emotionen am Gesichtsausdruck - Verfahren , die weitreichende diagnostische Anwendungspotentiale eröffnen könnten, aber auch datenschutzrechtlich nicht unbedenklich wären. Mehr..

- In einem Kurzbericht (Spiegel 4 / 2008. S.66) wird auf die Patentierung (Philips) eines emotionsgesteuerten Schreibstifts verwiesen.

- Das Zentrum für Technologiefolgen-Abschätzung der Schweiz (TA-SWISS) verweist bereits 2003 in seinem umfangreichen Gutachten "Das Vorsorgeprinzip in der Informationsgesellschaft - Auswirkungen des Pervasive Computing auf Gesundheit und Umwelt" auf die Entwicklung eines "intelligenten Schreibstifts", der auf normalem Papier schreibt, aber gleichzeitig das Geschriebene digitalisiert. (S.203) - eine Verfahrensentwicklung, die für die Graphometrie wie auch die Schriftpsychologie zu grundlegend erweiterten methodischen Arbeitsvoraussetzungen beitragen könnte.

- Umfangreiche Forschungen über computergestützte kriminologische und rechtspsychologische Fragestellungen zur Schriftsdiagnostik werden vor allem publiziert in den Zeitschriften Journal of Forensic Document Examination und Forensic Science International); Nur zwei Beispiele für bearbeitete Fragestellungen: Found, B., Rogers, D. & Schmittat, R. (1997). Recovering dynamic information from static handwriting traces using 'angular differential' software. J. Quest. Doc. Exam., 6, 17-38. Sita, J., Found, B. & Rogers, D.: A quantitative analysis of the spatial properties of questioned signatures and the relationship to forensic document examiners’ opinions. Journal of Forensic Document Examination, 2004

Selbstverständlich ist bei vielen dieser informationstechnisch ermöglichten Entwicklungen, die weitgehend außerhalb der psychologischen Fachdiskussion ablaufen, deren wissenschaftliche Aussagekraft unklar. Aber wäre es nicht gerade deshalb eine elementare berufspolitische Aufgabe, hier den kritischen Sachverstand der Psychologie einzubringen? Unser BDP- Fachbereich Schriftpsychologie will dazu mit diesen Informationen beitragen. (Dr.R.G.)

27.6.2007 - Fachbereich Schriftpsychologie - Mitteilungen

Schriftliche Information an die Mitglieder des Fachbereichs, unter anderem über die laufenden Aktivitäten. Mitversandt wurden die Graphologischen Mitteilungen 1 / 07 mit fachgeschichtlich bemerkenswerten Entdeckungen und über einige neuere angelsächsische Dissertationen zu graphologischen Themenstellungen.

18.06.2007 (gemeinsam mit Fachbereich Umweltpsychologie)
Werk von Rudolf Arnheim

Rudolf Arnheim, geb. am 15. Juli 1904 in Berlin, ist am 9. Juni 2007 in Ann Arbor, Michigan im Alter von 102 Jahren gestorben.

Zu Leben und Werk des sicherlich bedeutendsten Kunstpsychologen des 20. Jahrhunderts (aus der Berliner Schule der Gestaltpsychologie, Promotion bei Max Wertheimer 1928) finden Sie hier weitere Informationen, ferner in Report Psychologie (in Druck).

Zusätzlich ist für unseren Fachbereich - und auch für den gesamten Berufsverband Deutscher Psychologen, dessen Gründung maßgeblich auf Initiative der Schriftspsychologie zurückgeht - von besonderer Bedeutung, daß für Rudolf Arnheim die Graphologie zu den anwendungsbezogen wichtigsten Ausdrucksfeldern zählt, die mit einer sauberen experimentellen Methodik auf ihre Validität geprüft werden kann; darauf verweist er an vielen Stellen seiner bedeutenden Publikationen (schon seine Dissertation von 1928 befaßte sich mit experimentell fundierten Lösungsansätzen zu diesem Problem).

Merkwürdigerweise fehlt wohl bisher der Versuch, die hierzu vorliegenden, experimentell gestützen Untersuchungsverfahren und -ergebnisse aus dem Umfeld der Gestaltpsychologie zusammenzufassen, in ihrer Bedeutung für die graphologische Anwendung aufzubereiten und dadurch ein theoretisch wie methodisch erweitertes und heutigen Denktraditionen in der Psychologie viel besser entsprechendes Grundkorsett für diesen Verfahrensbereich zu schaffen.

9.5.2007 - Fachtagung

Fachtagung Handschrift und Persönlichkeit 6.-10.8.2007 Katholische Akademie Schwerte u.a. mit zwei Beiträgen von Dipl.Psych. Renate Joos zu "Handschriftdiagnostik in der Praxis" (6.8.) und über "Entwicklungsauffälligkeiten und schulische Lernstörungen in der Handschrift" am 9.8. Weitere Einzelheiten im Programmheft.

05.03.2007 - Veröffentlichung

Interview von Hartwig Wennemar unter dem Titel "Lieber krakeln als tippen" zum Thema Schreibenlernen von Kindern. Es ist mit dem Untertitel "Kinder, die das Abc am
Computer lernen, brauchen länger, bis sie lesen können" in der Südwestpresse, „Modernes Leben“, Ulm, am 05.03.2007 erschienen.

15.09.2006 - Fachtagung

Eine Fachtagung zu "Handschrift und Persönlichkeit" unter dem Motto "Unser Herz ist eine Harfe" findet vom 7.-11.08.2006 an der Katholischen Akademie Schwerte, Bergerhofweg 24, 58239 Schwerte, Tel. 02304/477-0, statt,
Weitere Informationen u.a. zu den Referaten der Fachbereichsleitung Dipl.-Psych. Hartwig Wennemar und Dipl.-Psych. Renate Joos.

05.04.2005 - Fachtagung

Zwei Fachtagungen zu "Handschrift und Persönlichkeit" finden im August 2005 an der Katholischen Akademie Schwerte, Bergerhofweg 24, 58239 Schwerte, Tel. 02304/477-0, statt.

Tagungsgebühr pro Tagung je EUR 325,- (incl. Verpflegung und Unterkunft)

01.07.2004 - Fachtagung

Eine Fachtagung zu "Handschrift und Persönlichkeit" zum Thema »Wege der Wandlung« findet vom 16.-20.08.2004 an der Katholischen Akademie Schwerte, Bergerhofweg 24, 58239 Schwerte, Tel. 02304/477-0, statt,
U.a. mit Referaten der Fachbereichsleitung Dipl.-Psych. Hartwig Wennemar und Dipl.-Psych. Renate Joos.
Tagungsgebühr: EUR 325,- (incl. Verpflegung und Unterkunft)

07.04.2003 - Kongreß

Vom 29. -  31. 5. 2003 findet im Kongress-Zentrum Inselhalle in Lindau am Bodensee der 21. Internationale Kongress für Schriftpsychologie zum Thema »Systemisches Denken - Notwendigkeiten für die Schriftpsychologie - Bewusstes Wahrnehmen und Umdenken« statt. Veranstalter ist die Europäische Gesellschaft für Schriftpsychologie und Schriftexpertise e.V. (EGS).

Dipl.-Psych. Hartwig Wennemar (Leiter des Fachbereiches Schriftpsychologie im BDP) beteiligt sich als Referent mit dem Beitrag aus der Ausdruckspsychologie »Gruppendynamische Sitzung mit dem Scenotest bei psychiatrischen Kranken - Intraindividuelle Verläufe und systemische Implikationen.« Mitglieder des Fachbereiches und Gäste sind herzlich willkommen.

02.11.2001 - Mitgliederversammlung

Beim BDP-Kongress 2001 findet eine Fachbereichsversammlung mit der Wahl einer neuen Fachbereichsleitung statt.

Als Fachbereichsleitung sind für die nächsten 3 Jahre gewählt: Hartwig Wennemar als Fachbereichsleiter, Renate Joos  als stellvertretende Fachbereichsleiterin. 

28.09.2001

Der Mitglieder-Rundbrief 2001 enthält eine Einladung zur Fachbereichsversammlung am 02.11.2001 in Bonn.  

17.10.1998

Mit der 1. Sektionstagung „Zentrale Gegenwartsfragen in Beiträgen der Gesundheits-, Umwelt- und Schriftpsychologie" am 16. - 17. 10. 1998 in Bonn und mit initiierenden Fachbereichsversammlungen der drei Fachbereiche etabliert sich die Sektion mit ihren Fachbereiche als Untergliederung im BDP. Damit wird auf der fachlichen Ebene der Schriftpsychologie auch die Umwandlung der früheren Sektion Schriftpsychologie in den Fachbereich Schriftpsychologie in der Sektion GUS abgeschlossen.

Der Fachbereich Schriftpsychologie führt eine Fachbereichsversammmlung durch und wählt eine Fachbereichsleitung für die nächsten 3 Jahre: Dr. Maria Paul-Mengelberg als Fachbereichsleiterin und Hartwig Wennemar als stellvertretender Fachbereichsleiter.