Seite erstellt am 18.08.1998
 Seite aktualisiert am 11.07.2009

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Religionspsychologie > AK "Religionspsychologie, Spiritualität und Psychomarkt"

Leitung und Ansprechpartner

Dipl.-Psych. Werner Gross, Psychologisches Forum Offenbach (PFO)
Bismarckstr. 98, 63065 Offenbach
Tel. 069 / 82369636, Fax 069 / 82369637
E-mail: Pfo-mail@t-online.de

Gründung und Organisation

Der BDP-Arbeitskreis „Psychomarkt - Sekten – Destruktive Kulte“ (AK) ist 1994 mit Zustimmung des BDP-Präsidiums von Dipl.-Psych. Werner Gross gegründet und wird vom ihm seitdem geleitet.

Der AK hat sich in „Religionspsychologie, Spiritualität und Psychomarkt“ umbenannt. Er ist der Sektion GUS  zugeordnet. 

Der AK ist interdisziplinär zusammengesetzt aus Mitgliedern, die mit der Thematik beruflich befasst sind, insbesondere aus MitarbeiterInnen von Beratungsstellen für Weltanschauungsfragen.

Der AK führt jährlich 3 Sitzungen durch, alternierend in Offenbach und Köln. Er  behandelt in den Sitzungen meist Schwerpunktthemen, die von fachlich ausgewählten Referenten vorgetragen werden. Protokolle werden von den Sitzungen erstellt und sind beim Leiter erhältlich.

Zielsetzungen

Dem Titel bei der Gründung und dem damaligen gesellschaftlichen Trend entsprechend, bezogen sich die Aktivitäten des AK in den ersten  Jahren vorwiegend auf psychische Gefährdungen für seelische Gesundheit im Zusammenhang mit der Zugehörigkeit zu religiösen Gemeinschaften. Das Ziel war, über solche Gefährdungen mit ihren sozialpsychologischen und persönlichkeitspsychologischen Bedingungen, mit typischen Abläufen und Auswirkungen sowie über Beratungs- und Therapiehilfen aufzuklären.

Mittlerweile hat der AK ab 6/2005 die Fragestellung übernommen: „Welche Bedingungen und Auswirkungen religiösen Erlebens, Denkens und Handelns kennzeichnen eine gesunde oder kranke Religiosität?“ (vgl. dazu die erste Frage aus Religionspsychologische Fragestellungen für die psychologische Arbeit)

Aktivitäten

Aus der Arbeit für den AK hat Werner Gross das Buch „Psychomarkt - Sekten – Destruktive Kulte“ verfasst, das vom DPV 1996 veröffentlicht ist.

Ein Schwerpunkt der Arbeit des AK war die Begleitung der Enquetekommission „Sogenannte Sekten und Psychogruppen“ des Bundestages von 1996 – 1998.

  • Empfehlungen aus dem Endbericht der Enquetekommission:
    statt von „Sekten“ vorurteilsfrei von „neuen religiösen und ideologischen Gemeinschaften“ sprechen, daneben den Psychomarkt als Markt für Angebote zur Lebensbewältigungshilfe beachten, insbesondere das jeweils individuelle Konfliktpotential zwischen individueller Selbstständigkeit und Bindung an eine Gemeinschaft als gelungene oder misslungene ‚Passung’ zwischen persönlicher Lebensgeschichte und Anbindung an solche Gemeinschaften berücksichtigen.)

Weiterhin hat der AK das BMFSFJ-Modellprojekt von 2000 – 2003 zur Fortbildung von BeraterInnen in Beratungsstellen für psychosoziale Probleme im Umfeld neuer religiöser und ideologischer Gemeinschaften begleitet und die wissenschaftliche Begleitung durch Dipl.-Psych. Dr. Stephan Murken von der Arbeitsgruppe für Religionspsychologie der Universität Trier unterstützt.

Zum Tätigkeitsbericht für die Jahre 2006 und 2007