Liebe KollegInnen,
Im Rahmen des neuen Gesundheitsprogrammes der EU für die Zeit bis 2006
werden die folgenden Anforderungen formuliert:
- Gesundheitsaspekte in andere Politikbereiche zu integrieren
- Unterschiede der Gesundheitschancen abzubauen
- Die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedsländern zu verbessern
Das Programm sieht dabei drei Aktionsstränge vor:
- Entwicklung einer praxis - und politikrelevanten Berichterstattung
- Entwicklung von Verfahren schneller internationaler Reaktion bei
gesundheitlichen Risiken und Gefährdungen
- Programme der Gesundheitsförderung im Bereich zentraler
Gesundheitsprobleme
Unklar ist noch, ob es dazu jeweils getrennte Einzelprogramme geben soll
oder ob es zu einer sinnvollen Integration zumindest der Aktionsstränge eins
und drei kommen kann.
Unklar ist auch noch , in welchen Formen die Zusammenarbeit zwischen den
Mitgliedsländern und die Bildung von Praxisnetzwerken unterstützt werden
soll.
Da gegenwärtig bereits mehr als 10 Netzwerke um eine Förderung der EU
buhlen und weitere sich zu diesem Zwecke bilden, schlagen wir vor, zwei
existierende Organisationsformen als integrierende und vermittelnde
Strukturen zu nutzen:
- das European Network of Health Promoting Agencies (ENHPA), der
Zusammenschluss nationaler Gesundheitsförderungs-Agenturen und
- die Internationale Union für Gesundheitsförderung und -erziehung (IUHPE),
der internationale Fachverband der Gesundheitsförderung zur Unterstützung
des professionellen und wissenschaftlichen Erfahrungs- und
Informationsaustausches
Um die Arbeit der IUHPE im deutschsprachigen Bereich zu unterstützen,
bereiten wir an der Hochschule Magdeburg-Stendal die Bildung einer
Geschäftsstelle für eine deutschsprachige Sektion der IUHPE vor, über die
wir im Rahmen der diesjährigen SommerAkademie zur Gesundheitsförderung am
13.9 beraten und entscheiden wollen.
Zur Mitwirkung laden wir alle AkteurInnen der Gesundheitsförderung im
deutschsprachigen Bereich ein, um gemeinsam die Chancen für eine wirksame
Beteiligung an den europäischen Kooperationsprojekten zu verbessern.
Es ist daran gedacht, für einzelne Themen , wie betriebliche oder
kommunale Gesundheitsförderung, eigene Arbeitsbereiche zu schaffen, die sich
eigenständig innerhalb der IUHPE organisieren.
Weiter Informationen zur IUHPE unter
www.iuhpe.org und über
sommerakademie@sgw.hs-magdeburg.de
Prof. Dr. Eberhard Göpel