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Seite erstellt am 18.08.1998
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Schriftpsychologie > FachSchriftpsychologie als Fachgebiet und im beruflichen EinsatzDie Handschrift ist die nach vollzogener Schreibhandlung auf der Schreibfläche zurückgebliebene Bewegungsspur. Sie ist persönlichkeitseigen und durch Übung automatisiert. Die Schriftpsychologie befasst sich mit der Handschriftdiagnostik als einem eigenständigen Verfahren, das die Bewegungsspur der Handschrift als menschliches Verhalten zum Gegenstand der Forschung und Anwendung macht. Zur Einführung verweisen wir u.a. auf die neuere Literatur:
Seit 400 Jahren werden das Schriftbild und seine Dimensionen untersucht und mit den jeweiligen Methoden definiert. Eine moderne Schriftpsychologie beschreibt den Prozess von der Variablenerfassung bis zur Deutung der Schrift unter Wahrung psychologischer Gütekriterien und bemüht sich um eine entsprechende Befundsicherung. Das Ergebnis ist ein Persönlichkeitsprofil, das die Individualität des Schreibenden widerspiegelt und, in Verbindung mit anderen diagnostischen Verfahren, einen Beitrag zur Urteilsbildung leisten kann. Der Vorteil dieses Mediums:
Die Gültigkeitsnachweise auf der Gutachterebene hängen in ihrer Qualität von der Ausbildung und den Fähigkeiten der Gutachter ab. Nur ein mehrjähriges, intensives Studium bewirkt ein solches Können. Die Schriftpsychologie war in früheren Jahren ein Fachstudium an Universitäten, das mit einem eigenen Examen abgeschlossen werden konnte. Die Aus- und Fortbildung in Schriftpsychologie wird inzwischen von Berufsverbänden durchgeführt, die in der Europäischen Gesellschaft für Schriftpsychologie und Schriftexpertise (EGS) zusammengeschlossen sind; sie legen auf qualitativ hochwertige Ausbildung und Fortbildung sowie auf entsprechende Prüfungsregelungen großen Wert. Im beruflichen Einsatz lässt sich die Schriftpsychologie in verschiedenen psychologischen Disziplinen zur Persönlichkeitserfassung nutzen, z.B.
Die Europäische Gesellschaft für Schriftpsychologie und Schriftexpertise (EGS) bietet weitere Informationen zur schriftpsychologischen Berufstätigkeit.
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