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Federführung:
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
Ostmerheimer Straße 220, 51109 Köln, Ansprechpartner: Harald Lehmann, Tel. 0221/899-2337
e-mail: frechen@bzga.de
Kurzbericht zur Plenumssitzung am 12.05.2003:
Verhaltensweisen, die gesundheitliche Auswirkungen haben, werden
früh gelernt. Dabei spielen die Lebensbedingungen und das tägliche Umfeld der Kinder und
Jugendlichen eine große Rolle. Daher hat das Forum eine Arbeitsgruppe „Gesunde
Kindergärten und Schulen" (AG 1) eingerichtet.
Die Arbeitsgruppe hat die vom Plenum erteilten Aufträge
bearbeitet:
1. Formulierung von Zielen und Teilzielen
Die AG stützt sich auf die Ergebnisse des Gesundheitsziele-Prozesses
und übernimmt die Ziele und die Operationalisierungen von „gesundheitsziele.de"
für die Zielgruppe Kinder und Jugendliche, ergänzt um die Ziele zum
Thema „Tabakkonsum reduzieren", die sich auf die Settings Kindergarten und Schule
beziehen. Daraus ergaben sich die Hauptthemen Ernährung, Bewegung,
Stressbewältigung und Rauchen.
2. Identifizierung wesentlicher Akteure
Als wesentliche Akteure arbeiten in der AG bereits zusammen: Vertreterinnen und Vertreter des Kultusbereiches, der Gesundheitsministerien von
Bund und Ländern, des BMVEL, der entsprechenden Fachbehörden und Fachorganisationen,
des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD), der Sozialversicherungsträger
(gesetzliche Krankenkassen und Gemeindeunfallversicherung) sowie
Nichtregierungsorganisationen, wie z.B. der Deutsche Sportbund und
Behindertenverbände. Ergänzend zu dieser Fachkompetenz sind weitere fachlich
anerkannte Organisationen und Initiativen angehört und zur Zusammenarbeit
eingeladen. Bereits bestehende Bereitschaften zur Zusammenarbeit verschiedener
Akteure wurden bekräftigt und neue Kooperationsmöglichkeiten eröffnet. Als
Beispiel hierfür wurde das Modell der Spitzenverbände der Krankenkassen zur
schulischen Gesundheitsförderung vorgestellt.
3. Identifizierung nachahmenswerter Aktivitäten
In einem
ersten Schritt wurden pragmatische Kriterien festgelegt, um bereits laufende Maßnahmen und Programme
zu erfassen und sie durch eine Abfrage unter den
Teilnehmern der AG zu erheben. Auf der Grundlage dieser Sammlung wird ein
Konzept entwickelt, das die Kooperation fördert und den Wissenstransfer erleichtert, den
Wunsch nach Kooperanten und bevorzugten Kooperationsfeldern explizit macht und so mehr
Transparenz schafft.
Diese konzeptionelle Weiterentwicklung soll dann zur Messbarkeit der Präventionserfolge (Indikatorenentwicklung) und zur
Qualitätssicherung in der Praxis beitragen.
Die begonnene Sichtung von Programmen, Maßnahmen und Ansätzen
gesunder Kindergärten und Schulen soll fortgesetzt und unter Hinzuziehung
weiterer Experten kriteriengeleitet vertieft werden. Ziel ist es, auf dieser
Grundlage integrative Ansätze, die auch den Verhältnisbezug stärker betonen, zu entwerfen und
Strategien und Bausteine für kooperatives Handeln zu entwickeln.
Beschluss des Plenums >
1) Es wird empfohlen, die Zielbeschreibungen auf der Grundlage
der Ergebnisse von „gesundheitsziele.de" zu bestätigen und sich zunächst auf die
Themen Ernährung, Bewegung, Stress und Rauchen zu konzentrieren.
Diese Themen sind integriert zu behandeln und können je nach
setting-bezogenen Zielen differenziert und nach anderen Merkmalen, z. B. soziale
Lage, Risikoverhalten, Krankheitsbezug spezifiziert werden.
Instrumente dazu können z. B. Projekte zur Entwicklung
gesundheitsförderlicher Schulen und Kindergärten sowie zentrale und dezentrale
Kampagnen zur Stärkung von persönlichen und sozialen Kompetenzen sein.
2) Darüber hinaus soll die begonnene Sichtung und Diskussion
vorhandener Ansätze gesunder Schulen und Kindergärten durch weitere Expertisen
vertieft werden mit dem Ziel, integrative Ansätze zu entwerfen und Strategien
und Bausteine für kooperatives Handeln zu entwickeln.
3) Parallel dazu soll die begonnene Bestandsaufnahme zu
Maßnahmen und Programmen fortgesetzt und konzeptionell weiterentwickelt werden
zu einem Instrumentarium, das mehr Transparenz schafft, die Messbarkeit von
Erfolgen erleichtert, die Qualitätssicherung fördert und konkrete Möglichkeiten
für die Kooperation aufzeigt.
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