Seite erstellt am 18.08.1998
 Seite aktualisiert am 19.12.2003

Aktivitäten: Gesundheitspolitik
"Anregungen zur Gesundheitspolitik und angrenzender Politikbereiche für die neue Bundesregierung" (12/1998)

Folgende 'Anregungen ...' sind nach einer Umfrage unter fachkompetenten PsychologInnen von der Fachbereichsleitung am 09.12.1998 zur Weiterleitung an das Bundesgesundheitsministerium erarbeitet:

  • Ausgedehnte Informationsaktivitäten für die durch die WHO erneuerte internationale Gesundheitspolitik „Gesundheit für alle im 21. Jahrhundert“ (GFA-Strategie)

  • Entwicklung von Konzepten zur Verwirklichung der GFA-Strategie und Erstellung von Informationsmaterial für verschiedene Arten von Organisationen über ihre Aufgaben zur Verwirklichung der GFA-Strategie

  • Integration von gesundheitswissenschaftlich begründeter Gesundheitsförderung im Sinne der GFA-Strategie in Leistungen der Gesundheitsversorgung durch die Schaffung entsprechender rechtlicher Bedingungen

  • Förderung der Fortbildung von Fachkräften des Bildungs-, Gesundheits-, Arbeits- und Sozialwesens zur qualifizierten Durchführung von Aufgaben für eine gesund-heitswissenschaftlich begründete Gesundheitsförderung

  • Aufbau von qualifizierten Familiengesundheitsdiensten für Familien mit erkrankten, chronisch erkrankten, behinderten, pflegebedürftigen und sterbenden Menschen unter besonderer Berücksichtigung sozialpsychologischer Aufgaben zur Förderung ange-messener familiärer Kommunikationsmuster in Form eines Modellprojektes

  • Verbesserte Gesundheitsförderung und Prävention von Kindern durch entsprechende Bildungsmaßnahmen für Eltern und Qualifizierung von Fachkräften für solche Bildungsmaßnahmen durch Fortbildung in Form eines Modellprojektes

  • Implementierung von Gesundheitserziehung in schulische Lehrpläne und Förderung pädagogisch und psychologisch qualifizierter Durchführungsmöglichkeiten in Form eines Modellprojektes

  • Verbesserung der psychosozialen und medizinischen Versorgung älterer Menschen durch Forschungsprogramme (unter Anwendung gesundheitspsychologischer Kompetenzen), durch Bildungsmaßnahmen für die in der Seniorenhilfe aktiven professionellen und ehrenamtlichen HelferInnen (mit Vermittlung gerontopsychologischer Kompetenzen) sowie durch Gesundheitsförderungsprogramme für ältere Menschen als Leistungen der Gesundheitsversorgung

  • Anerkennung von Psychologinnen und Psychologen, insbesondere aus den Fachrichtungen der Gesundheitspsychologie und der Klinischen Psychologie, als Fachberufe im Gesund-heitswesen für die Aufgaben der Gesundheitsförderung, Prävention und Rehabilitation (als Ergänzung zur gesetzlichen Anerkennung des psychologischen Psychotherapeuten)

  • Forschungsprojekte zur Gesundheitsförderung in Hinblick auf volkswirtschaftliche Auswirkungen

  • Modellprojekte zur Bedeutung von Gesundheitsförderung im Dienstleistungssektor (für anbietende und nutzende Institutionen)