Seite erstellt am 18.08.1998
 Seite aktualisiert am 19.12.2003

Aktivitäten: Gesundheitspolitik:
Deutsches Form für Prävention und Gesundheitsförderung:
Arbeitsgruppe "Gesunde Kindergärten und Schulen"

Federführung:
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
Ostmerheimer Straße 220, 51109 Köln,
Ansprechpartner: Harald Lehmann, Tel. 0221/899-2337
e-mail: frechen@bzga.de

Kurzbericht zur Plenumssitzung am 12.05.2003:

Verhaltensweisen, die gesundheitliche Auswirkungen haben, werden früh gelernt. Dabei spielen die Lebensbedingungen und das tägliche Umfeld der Kinder und Jugendlichen eine große Rolle. Daher hat das Forum eine Arbeitsgruppe „Gesunde Kindergärten und Schulen" (AG 1) eingerichtet.

Die Arbeitsgruppe hat die vom Plenum erteilten Aufträge bearbeitet:

1. Formulierung von Zielen und Teilzielen

Die AG stützt sich auf die Ergebnisse des Gesundheitsziele-Prozesses und übernimmt die Ziele und die Operationalisierungen von „gesundheitsziele.de" für die Zielgruppe Kinder und Jugendliche, ergänzt um die Ziele zum Thema „Tabakkonsum reduzieren", die sich auf die Settings Kindergarten und Schule beziehen. Daraus ergaben sich die Hauptthemen Ernährung, Bewegung, Stressbewältigung und Rauchen.

2. Identifizierung wesentlicher Akteure

Als wesentliche Akteure arbeiten in der AG bereits zusammen: Vertreterinnen und Vertreter des Kultusbereiches, der Gesundheitsministerien von Bund und Ländern, des BMVEL, der entsprechenden Fachbehörden und Fachorganisationen, des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD), der Sozialversicherungsträger (gesetzliche Krankenkassen und Gemeindeunfallversicherung) sowie Nichtregierungsorganisationen, wie z.B. der Deutsche Sportbund und Behindertenverbände. Ergänzend zu dieser Fachkompetenz sind weitere fachlich anerkannte Organisationen und Initiativen angehört und zur Zusammenarbeit eingeladen. Bereits bestehende Bereitschaften zur Zusammenarbeit verschiedener Akteure wurden bekräftigt und neue Kooperationsmöglichkeiten eröffnet. Als Beispiel hierfür wurde das Modell der Spitzenverbände der Krankenkassen zur schulischen Gesundheitsförderung vorgestellt.

3. Identifizierung nachahmenswerter Aktivitäten

In einem ersten Schritt wurden pragmatische Kriterien festgelegt, um bereits laufende Maßnahmen und Programme zu erfassen und sie durch eine Abfrage unter den Teilnehmern der AG zu erheben. Auf der Grundlage dieser Sammlung wird ein Konzept entwickelt, das die Kooperation fördert und den Wissenstransfer erleichtert, den Wunsch nach Kooperanten und bevorzugten Kooperationsfeldern explizit macht und so mehr Transparenz schafft.

Diese konzeptionelle Weiterentwicklung soll dann zur Messbarkeit der Präventionserfolge (Indikatorenentwicklung) und zur Qualitätssicherung in der Praxis beitragen.

Die begonnene Sichtung von Programmen, Maßnahmen und Ansätzen gesunder Kindergärten und Schulen soll fortgesetzt und unter Hinzuziehung weiterer Experten kriteriengeleitet vertieft werden. Ziel ist es, auf dieser Grundlage integrative Ansätze, die auch den Verhältnisbezug stärker betonen, zu entwerfen und Strategien und Bausteine für kooperatives Handeln zu entwickeln.

Beschluss des Plenums:

1) Es wird empfohlen, die Zielbeschreibungen auf der Grundlage der Ergebnisse von „gesundheitsziele.de" zu bestätigen und sich zunächst auf die Themen Ernährung, Bewegung, Stress und Rauchen zu konzentrieren.

Diese Themen sind integriert zu behandeln und können je nach setting-bezogenen Zielen differenziert und nach anderen Merkmalen, z. B. soziale Lage, Risikoverhalten, Krankheitsbezug spezifiziert werden.

Instrumente dazu können z. B. Projekte zur Entwicklung gesundheitsförderlicher Schulen und Kindergärten sowie zentrale und dezentrale Kampagnen zur Stärkung von persönlichen und sozialen Kompetenzen sein.

2) Darüber hinaus soll die begonnene Sichtung und Diskussion vorhandener Ansätze gesunder Schulen und Kindergärten durch weitere Expertisen vertieft werden mit dem Ziel, integrative Ansätze zu entwerfen und Strategien und Bausteine für kooperatives Handeln zu entwickeln.

3) Parallel dazu soll die begonnene Bestandsaufnahme zu Maßnahmen und Programmen fortgesetzt und konzeptionell weiterentwickelt werden zu einem Instrumentarium, das mehr Transparenz schafft, die Messbarkeit von Erfolgen erleichtert, die Qualitätssicherung fördert und konkrete Möglichkeiten für die Kooperation aufzeigt.